KÜST-Arbeitsplätze – Alles unter Kontrolle

Kontroll-, Überwachungs- und Steuertätigkeiten (KÜST) stellen hohe Anforderungen an die körperlichen und geistigen Fähigkeiten von Beschäftigten. Optische und akustische Informationen müssen schnell und fehlerfrei wahrgenommen, bewertet, verarbeitet und in richtige Handlungen umgesetzt werden. Störungen, Fehlfunktionen oder Fehlbedienungen können bei KÜST nicht nur mit Gefährdungen für die Beschäftigten selbst, sondern auch für andere Beschäftigte oder unbeteiligte Dritte verbunden sein. Ziel der DGUV Information 209-099 ist es, physische und psychische Belastungen sowie Gefährdungen, die mit Kontroll-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten einhergehen können, aufzuzeigen und geeignete Gestaltungsvorschläge darzustellen. Die Schrift geht insbesondere auf die tätigkeitsrelevanten körperlichen Belastungsarten, manuelle Arbeitsprozesse, Körperzwangshaltung sowie die Ausübung von Ganzkörperkräften ein. Von Bedeutung ist zudem die visuelle Wahrnehmung. Denn die Belastung der Augen ist der relevanteste sensorische Faktor, der zu psychischer und körperlicher Ermüdung führen kann. Bei den psychischen Belastungen liegt der Fokus auf den engen Bindungen der Beschäftigten an die Maschine oder Anlage beziehungsweise an den ablaufenden Prozess.

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