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	<title>Fokus Archive - VBG Spezial</title>
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	<description>ÖPNV &#124; Bahnen</description>
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	<title>Fokus Archive - VBG Spezial</title>
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	<item>
		<title>Gewaltprävention – Einsatz von Bodycams in Verkehrsunternehmen</title>
		<link>https://oepnv-bahnen.de/gewaltpraevention-einsatz-von-bodycams-in-verkehrsunternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 12:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/gewaltpraevention-einsatz-von-bodycams-in-verkehrsunternehmen/">Gewaltprävention – Einsatz von Bodycams in Verkehrsunternehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
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			<p class="p1"><strong>Gewalt ist ein großes Thema für die Verkehrsunternehmen. Bei der VBG ist jeder zehnte meldepflichtige Arbeitsunfall in der Branche ÖPNV/Bahnen ein Gewaltereignis. Die Anzahl der in den Unternehmen erfassten Ereignisse ist größer, die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher sein, da viele Beschäftigte durchlebte Ereignisse nicht melden. Da konventionelle Maßnahmen die Ereignisse nicht verhindern, denken viele Unternehmen über den Einsatz von Bodycams nach.</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-6406" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/08/OB_0326_bodycam_ki_rgb-768x1085.jpg" alt="" width="400" height="565" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/08/OB_0326_bodycam_ki_rgb-768x1085.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/08/OB_0326_bodycam_ki_rgb-212x300.jpg 212w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/08/OB_0326_bodycam_ki_rgb-725x1024.jpg 725w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/08/OB_0326_bodycam_ki_rgb.jpg 900w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p class="p2">In der Branche ÖPNV/Bahnen hat die Gewalt gegen Beschäftigte in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das Consulting-Unternehmen Kienbaum hat zwischen März 2024 und Dezember 2025 im Rahmen der Studie „Gewalt gegen Bahnbeschäftigte“ zwei groß angelegte Befragungen in Eisenbahnverkehrsunternehmen durchgeführt. Dabei gaben über 85 Prozent der 2.000 befragten Beschäftigten an, sie hätten in den vergangenen zwölf Monaten verbale Gewalt erlebt. Mehr als ein Fünftel berichteten von körperlichen Angriffen durch Fahrgäste.</p>
<p class="p2">In den Verkehrsunternehmen werden derzeit Vorkehrungen getroffen, um die Beschäftigten besser vor Übergriffen zu schützen. Die entsprechenden Maßnahmen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung und berücksichtigen die Tätigkeiten mit Kundenkontakt sowie die örtlichen und betrieblichen Gegebenheiten. Trotzdem kommt es immer wieder zu Übergriffen auf die Beschäftigten. Besonders betroffen sind Mitarbeitende des Prüfdienstes einschließlich des Zugbegleitdienstes, des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes, des Fahrpersonals und die Beschäftigten in den Kundenzentren.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Erhöhte Gewaltbereitschaft</span></h2>
<p class="p2">Viele Personen in den betroffenen Bereichen erleben eine zunehmende Gewaltbereitschaft und fühlen sich dadurch unsicher. Dabei spielen sowohl die tatsächliche Sicherheit als auch das subjektive Sicherheitsempfinden eine Rolle. Dazu tragen teils erschütternde Vorfälle in jüngster Vergangenheit bei. Wie können Verkehrsunternehmen dieser Gewaltbereitschaft begegnen und ihr Personal wirksam schützen?</p>
<p class="p2">Klassische Schutzmaßnahmen wie die Beseitigung der Gefahr oder eine räumliche Trennung zwischen Gefahrenquelle und Beschäftigten lassen sich bei Tätigkeiten mit Kundenkontakt nur begrenzt umsetzen. Die Branche ist deshalb auf der Suche nach passenden Möglichkeiten, die Sicherheit für die Beschäftigten, aber auch für die Fahrgäste sicherzustellen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1"><br />
Einsatz von Bodycams</span></h2>
<p class="p2">Ein möglicher Ansatz ist die Erweiterung der bestehenden Maßnahmen zur Gewaltprävention um den Einsatz von Bodycams. Diese eignen sich unter anderem für den Ordnungs- und Sicherheitsdienst, bei Servicetätigkeiten in Stationen oder bei Fahrscheinkontrollen. Von den Befragten in der Gewaltstudie waren 9,4 Prozent derjenigen, die in ihrem Arbeitsalltag Fahrscheine kontrollieren, mit Bodycams ausgestattet. Die Ausrüstung der Beschäftigten mit Bodycams kann eine wirksame Maßnahme zur Reduzierung von Gefährdungen sein.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Chancen und Risiken</span></h2>
<p class="p2">Erfahrungen und Zahlen zeigen, dass Bodycams, richtig eingesetzt, deeskalierend wirken und die Anzahl der Übergriffe reduzieren können. Dies bestätigen erste Auswertungen mehrerer Verkehrsunternehmen. Bodycams machen der gegenüberstehenden Person ihr eigenes Handeln bewusst und können die Hemmschwelle für Übergriffe erhöhen. Im Idealfall entschärfen die Geräte so potenziell eskalierende Situationen. Beschäftigte, die mit einer Bodycam ausgestattet wurden, berichten von positiven Effekten. Sie fühlen sich sicherer, haben das Gefühl, dass die Kamera durch das bloße Tragen deeskalierend wirkt und die Fahrgäste mehr Respekt zeigen. Das gilt allerdings nicht für Fahrgäste, die generell ein besonders hohes Aggressionspotenzial haben. Erfahrungen mit der Videoüberwachung in Stationen und Fahrzeugen zeigen, dass sich gewaltbereite Personen von einer Videoaufzeichnung nicht abschrecken lassen. Deshalb gilt: Auch beim Einsatz von Bodycams sind das Verhalten und das Auftreten der Beschäftigten wichtig und können mitentscheidend dafür sein, ob eine Situation eskaliert oder nicht.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Einführung und Datenschutz</span></h2>
<figure id="attachment_6368" aria-describedby="caption-attachment-6368" style="width: 450px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-6368" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_ladestation_rgb.jpg" alt="Mehrere Bodycams in einer Ladestation stehend" width="450" height="449" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_ladestation_rgb.jpg 900w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_ladestation_rgb-300x300.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_ladestation_rgb-150x150.jpg 150w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_ladestation_rgb-768x766.jpg 768w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6368" class="wp-caption-text">Für größere Einsatzorte gibt es Ladestationen, an denen mehrere Bodycams gleichzeitig geladen werden können. Hier lassen sich außerdem Daten von verschiedenen Geräten zur selben Zeit übertragen.</figcaption></figure>
<p class="p2">Bei Einführung von Bodycams sind die Einsatzgebiete, die zu erwartenden Gefährdungen, die geltenden Regelungen und die sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergebenden Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen. Viele Aufgaben in Verkehrsunternehmen, zum Beispiel das Prüfen von Fahrausweisen oder das Durchsetzen von Sicherheit und Ordnung sowie des Hausrechts, bedeuten Tätigkeiten mit einem erhöhten Konfliktpotenzial. Dafür müssen die Beschäftigten eine solide Grundausbildung und eine der Tätigkeit angemessene Ausrüstung erhalten. Darüber hinaus ist zu entscheiden, ob diese Tätigkeiten allein oder im Team durchgeführt werden.</p>
<p class="p2">Wird der Einsatz von Bodycams geplant, spielt auch der Datenschutz eine wichtige Rolle. Denn eine Bodycam-Aufnahme berührt regelmäßig das Recht am eigenen Bild der gefilmten Personen und deren Schutz der Privatsphäre. Die Nutzung einer Bodycam durch Beschäftigte der Verkehrsunternehmen ist deshalb von rechtlichen Voraussetzungen abhängig. Der Einsatz von Bodycams hängt vor allem davon ab, ob</p>
<ul>
<li class="p2">andere Maßnahmen, wie der Einsatz von mehr Personal, unter angemessenen Bedingungen möglich sind,</li>
<li class="p2">es dafür einen legitimen Grund gibt (zum Beispiel der Schutz von Leben und Gesundheit der Beschäftigten oder Prävention von Straftaten),</li>
<li class="p2">die Kamera nur anlassbezogen eingesetzt wird,</li>
<li class="p2">die Fahrgäste informiert wurden und</li>
<li class="p2">der Einsatz verhältnismäßig ist.</li>
</ul>
<p class="p2">Das bedeutet: Die Kamera darf nicht einfach dauerhaft zur allgemeinen Kontrolle laufen. Ob neben Bilddaten auch der Ton aufgezeichnet werden darf, ist gesondert zu prüfen und zu regeln.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Technische Voraussetzungen der Bodycam</span></h2>
<p class="p2">Bodycams müssen dem Einsatzzweck entsprechend ausgestattet sein. Sie sollten manipulationssicher, robust befestigt und einfach bedienbar sein. Auch Akkulaufzeit und Tragekomfort sowie eine sichere Datenübertragung sind bei der Auswahl zu berücksichtigen. Die Daten müssen verschlüsselt auf dem Gerät gespeichert oder bestenfalls direkt von diesem auf einen externen Datenspeicher übertragen werden können.</p>
<p class="p2">Der Einsatz von Bodycams muss pilotiert und die Pilotierung evaluiert werden. Die Ergebnisse müssen in die weitere Einsatzplanung eingehen. Dabei sind die Erfahrungen im Umgang genauso zu berücksichtigen wie die Ausstattung der Bodycam selbst.</p>
<figure id="attachment_6369" aria-describedby="caption-attachment-6369" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-6369 size-lukla_medium" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_rheinbahn_rgb-768x497.jpg" alt="Mitarbeiter der Fahrausweisprüfung mit angesteckter Bodycam" width="768" height="497" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_rheinbahn_rgb-768x497.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_rheinbahn_rgb-300x194.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/07/OB_0326_rheinbahn_rgb.jpg 900w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-6369" class="wp-caption-text">Die Beschäftigten der Rheinbahn tragen bei Einsätzen mit Bodycams eine gut sichtbare Kennzeichnung, die auf die Videoausrüstung aufmerksam macht.</figcaption></figure>
<h2 class="p3"><span class="s1">Beteiligung der Beschäftigten</span></h2>
<p class="p2">Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von Bodycams ist, dass die Beschäftigten in dem Prozess beteiligt sind und wissen, was auf sie zukommt. Die Einsatzsituationen müssen detailliert besprochen werden. Mögliche brenzlige Situationen und die Nutzung der Bodycam dabei sollten trainiert werden.</p>
<p class="p2">Sollen Personen, die allein im Einsatz sind (zum Beispiel als Zugbegleitende), mit einer Bodycam ausgestattet werden, sind besondere Maßnahmen zu treffen. Das Wichtigste ist dabei die persönliche Eignung. Ob eine Bodycam getragen wird, sollten die Beschäftigten idealerweise selbst entscheiden. Dies ist wichtig für die persönliche Motivation und den bestenfalls deeskalierenden Einsatz des Geräts. Aber nicht jeder, der eine Bodycam nutzen möchte, ist dafür geeignet. Bestehen Bedenken, weil die Motivation und die persönlichen Voraussetzungen einen inflationären und offensiven Gebrauch der Bodycam erwarten lassen, sollte auf eine Ausstattung erst einmal verzichtet und entsprechende Schulungen durchgeführt werden.</p>
<p class="p2">Generell ist es wichtig, dass die Beschäftigten vor dem Einsatz der Bodycams umfassend geschult werden. Dazu gehört ein Deeskalationstraining genauso wie ein Einsatztraining mit der Bodycam. Die Beschäftigten sollen wissen, wie man sich generell deeskalierend verhält und in welchen Situationen der Einsatz hilfreich ist. Die Beschäftigten müssen die Handhabung der Bodycam sicher beherrschen und ausreichend Informationen zur Speicherung der Daten haben.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Folgende Maßnahmen und Festlegungen sind zu treffen:</span></h2>
<ul>
<li class="p2">Erstellen eines ganzheitlichen Einsatzkonzepts mit Festlegung, welches Ziel mit dem Einsatz der Bodycams verfolgt werden soll,</li>
<li class="p2">Erstellen von Dienstanweisungen,</li>
<li class="p2">Festlegungen, wann die Bodycam eingeschaltet werden darf und wie dies angekündigt wird,</li>
<li class="p2">Auswahl geeigneter Bodycams mit Verschlüsselung der Daten,</li>
<li class="p2">Auswahl geeigneter Dienstkleidung zur sicheren Befestigung der Bodycam oder Halterungen dafür,</li>
<li class="p2">Schutz vor der Entwendung der Bodycam-Daten durch Sicherung gegen einfache Wegnahme des Geräts oder Speicherung der Daten in einer Cloud,</li>
<li class="p2">Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten im Erkennen von Gefahrensituationen, in Deeskalation und Kommunikation,</li>
<li class="p2">Ausbildung in der Nutzung der Bodycams,</li>
<li class="p2">Beachtung der Datenschutzregelungen, Abstimmung mit Datenschutzbeauftragten,</li>
<li class="p2">Einbindung des Personal- oder Betriebsrats,</li>
<li class="p2">Entschlüsselungs- und Löschkonzept für die Daten,</li>
<li class="p2">Zugriffsregelungen für die Daten,</li>
<li class="p2">Konzept zur Bild- und Datenspeicherung, auch zur Beweissicherung bei Straftaten, sowie</li>
<li class="p2">Konzept zur rechtzeitigen und transparenten Information der Fahrgäste und Bereitstellung von Informationsmaterial als Aushang und zur Übergabe.</li>
</ul>
<h2 class="p3"><span class="s1">Fazit</span></h2>
<p class="p2">Bodycams sind ein sinnvoller Baustein der Gewaltprävention in Verkehrsunternehmen. Sie können zur Deeskalation beitragen, Vorfälle dokumentieren und Beschäftigte im Umgang mit konfliktträchtigen Situationen unterstützen. Voraussetzung ist ein sorgfältig vorbereitetes Einsatzkonzept. Neben den betrieblichen Regelungen müssen insbesondere die Beschäftigten intensiv ausgebildet werden. Dazu gehören eine Gefährdungsbeurteilung, klare Dienstanweisungen, Datenschutzregelungen, technische Datensicherheit, Beteiligung der Beschäftigten sowie regelmäßige Schulungen in Deeskalation und Kommunikation.</p>
<p class="p2">Entscheidend bleibt: Eine Bodycam ersetzt keine zweite Person und keinen wirksamen organisatorischen Schutz. Beschäftigte mit Bodycam sollten deshalb in konfliktträchtigen Einsatzbereichen nicht allein eingesetzt werden.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1706825821366"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1614158517181"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1"><span class="s1">Drei Fragen an den Experten</span></h2>
<h3 class="p1"><i>Wirkt sich die Bodycam auf das Sicherheitsempfinden der Beschäftigten positiv aus?</i></h3>
<p class="p2" style="font-style: normal;"><span class="s1">Grundsätzlich ja! Bei zwei unabhängigen Gruppen von freiwilligen Trägern aus dem Sicherheits- beziehungsweise Servicebereich konnten wir positive Effekte auf das subjektive Sicherheitsempfinden und eine Absenkung der erlebten sicherheitsrelevanten Vorfälle feststellen. Viele Gegenüber zeigen einen respektvolleren beziehungsweise kooperativeren Umgang auch schon ohne, dass auf die Kamera hingewiesen wird. Die Bodycam erweitert in einem entstehenden Konfliktfall die subjektiven Handlungsmöglichkeiten und kann positive Selbstwirksamkeitserfahrungen bei den Trägern fördern. Bei rollenunsicheren oder schlecht vorbereiteten Mitarbeitenden beziehungsweise Personen, die die Ausrüstung mit Bodycams primär als Zeichen des Misstrauens des Arbeitgebers/der Öffentlichkeit wahrnehmen, kann allerdings auch ein gegenteiliger Effekt eintreten: Sie können durch die Bodycam zusätzlich verunsichert werden, sind dann zum Beispiel in ihrem Auftreten gehemmter oder formeller.</span></p>
<h3 class="p1"><i>Was ist für die Planung des Bodycam-Einsatzes besonders wichtig?</i></h3>
<p class="p2" style="font-style: normal;"><span class="s1">Neben der notwendigen Abklärung der sicherheits- und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen ist eine frühzeitige Einbeziehung und Vorbereitung der später betroffenen Mitarbeitenden zu nennen. In Deutschland wird die Bodycam zur Förderung der Sicherheit der Beschäftigten und als Instrument der Prävention eingesetzt. Um die oben genannte positive Wirkung zu erzielen, müssen Rahmenbedingungen geschaffen und von den Führungskräften durchgesetzt werden, die die Tragebereitschaft und Handlungssicherheit fördern. Dabei spielen grundsätzliche Punkte (zum Beispiel: Wer hat Zugriff auf die Aufnahmen?), aber auch Detailfragen (zum Beispiel: Welche Anbringungsalternativen stehen den Mitarbeitenden zur Verfügung?) eine Rolle. In obligatorischen Schulungen vor dem Ersteinsatz müssen Bedenken der Mitarbeitenden aufgenommen und der situationsgerechte Umgang mit dem Einsatzmittel vermittelt werden. Dabei sollten sowohl die Chancen als auch die Grenzen des Bodycam-Einsatzes und Alternativen dazu vermittelt werden. Ein Präsenzschulungstag in kleinen Gruppen mit maximal zehn Teilnehmenden, speziell qualifizierte Verhaltenstrainer und eine entsprechende Technik (Schulungs-Bodycam, Video-Rückmeldung) sollten dazu eingeplant werden.</span></p>
<h3 class="p1"><i>Kann jeder Mitarbeitende eine Bodycam nutzen?</i></h3>
<p class="p2" style="font-style: normal;"><span class="s1">Der Einsatz von Bodycams ist beschränkt auf Personengruppen, die in ihrer Berufstätigkeit gehäuft mit zwischenmenschlichen Konflikten konfrontiert sind und bei denen alternative Deeskalationsmaßnahmen nicht ausreichend wirken. Wie oben erwähnt, ist innerhalb dieser Personengruppe eine positive Motivation und freiwillige Bereitschaft der Tragenden grundsätzlich förderlich. Allerdings gibt es auch bei Mitarbeitenden, die gerne eine Bodycam tragen möchten, vereinzelt Ausnahmen. Falls auch nach einem Schulungstag bei einem Teilnehmenden absehbar ist, dass dieser das Einsatzmittel nicht rechtskonform beziehungsweise lagegerecht einsetzen wird, sollte der Mitarbeitende auch nicht damit ausgerüstet werden. Bei unsachgemäßem Gebrauch (zum Beispiel als Mittel der Nötigung) kann eine Bodycam natürlich auch gezielt aggressionssteigernd oder eskalierend wirken. Dem gilt es vorzubeugen.</span></p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/08/OB_0326_udo-kluttig.jpg" alt="Udo Kluttig, Geschäftsführer Logo Bochum – Gesellschaft für Schulung und Beratung GbR" style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Udo Kluttig</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">Dipl.-Psych. Dipl.-Oec., Geschäftsführer Logo Bochum – Gesellschaft für Schulung und Beratung GbR</a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
								<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/plugins/mega-addons-for-visual-composer-pro/render/../images/none.png">
							</p>
						</div>
					</div>
					<div class="Clearfix"></div>
				</div>
			</div>			
		
		
		
		
		
		
				
		</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1689087410002"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
							<a style="text-decoration: none;color: #000;">
					<div class="mega_info_box_2  mega-info-box-239 nonesss nones  vc_custom_1787741505993">
				<div class="mega-info-header">
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									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblink					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p><em>VBG-Website: Bodycams – Einsatz im öffentlichen Raum<br />
</em><a href="https://www.vbg.de/cms/sicherungsdienstleistungen/bodycams-im-oeffentlichen-raum">https://www.vbg.de/cms/sicherungsdienstleistungen/bodycams-im-oeffentlichen-raum</a></p>
<p class="p1"><i>Informationen zur Studie „Gewalt gegen Bahnbeschäftigte“<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/Gewaltstudie"><i>https://vbg-spezial.de/Gewaltstudie</i></a></span></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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		</div></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Störungsbeseitigung – Sicher arbeiten auf Straßenbahndächern</title>
		<link>https://oepnv-bahnen.de/stoerungsbeseitigung-sicher-arbeiten-auf-strassenbahndaechern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 15:17:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oepnv-bahnen.de/?p=6319</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/stoerungsbeseitigung-sicher-arbeiten-auf-strassenbahndaechern/">Störungsbeseitigung – Sicher arbeiten auf Straßenbahndächern</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
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		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><strong>Arbeiten auf freier Strecke an einem defekten Stromabnehmer sind immer mit besonderen Gefährdungen verbunden. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (BOGESTRA) haben unabhängig voneinander eine sichere Lösung für diese besondere Herausforderung erarbeitet.</strong></p>
<p class="p2">Während des Betriebs in Verkehrsunternehmen gibt es Situationen, in denen aufwendige Arbeiten außerhalb des dafür vorgesehenen Arbeitsbereichs durchgeführt werden müssen. Eine dieser Situationen ist ein abgerissener oder umgeschlagener Stromabnehmer auf dem Fahrzeugdach von Straßenbahnen. Das kommt selten vor, ist dann aber mit besonderen Gefährdungen verbunden. Denn in solchen Fällen kann die Bahn weder selbst fahren noch abgeschleppt werden. Deshalb ist zur Beseitigung der Störung auf der freien Strecke ein Aufstieg aufs Fahrzeugdach notwendig, und das kann zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei allen Witterungsbedingungen eintreten.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Gefährdungen</span></h2>
<p class="p2">In der Werkstatt stehen den Beschäftigten für Arbeiten auf dem Fahrzeugdach speziell dafür eingerichtete Dacharbeitsstände zur Verfügung. Bei der Störungsbeseitigung auf freier Strecke bestehen hingegen deutlich höhere Gefährdungen, da keine Aufstiegshilfen oder Dachbühnen, die Schutz gegen Absturzgefahren bieten, vorhanden sind.</p>
<p class="p2">Sowohl bei der SSB als auch bei der BOGESTRA ergab sich aus der Gefährdungsbeurteilung für die bestehenden Arbeitsprozesse, dass diese angepasst werden mussten. In Zusammenarbeit der beteiligten Fachbereiche und der Fachkräfte für Arbeitssicherheit wurden zunächst die Prozesse und Gefährdungen erfasst. Anschließend wurden anhand des Handlungszyklus der Gefährdungsbeurteilung die jeweiligen Lösungsansätze erarbeitet. Dabei wurden das Vorgehen, die benötigte Technik und die zu beteiligenden Personale festgelegt.</p>
<p class="p2">Entsprechend der Risikomatrix (Beurteilung des Risikos und der Notwendigkeit für entsprechende Maßnahmen anhand der anzunehmenden Schadensschwere und der Eintrittswahrscheinlichkeit) ergaben sich in erster Linie folgende Gefährdungen:</p>
<ul>
<li class="p2"><i>Absturz aufgrund fehlender Absturzsicherung,</i></li>
<li class="p2"><i>Absturz wegen eingeschränkter Standsicherheit auf dem Fahrzeugdach,</i></li>
<li class="p2"><i>Fehlen geeigneter Aufstiegshilfen,</i></li>
<li class="p2"><i>Einwirken des Individualverkehrs, zum Beispiel durch Auffahren, sowie</i></li>
<li class="p2"><i>mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitenden.</i></li>
</ul>
<p class="p2">Weitere Gefährdungen wurden als wichtige Einflussfaktoren mit betrachtet:</p>
<ul>
<li class="p2"><i>Fahrstrom,</i></li>
<li class="p2"><i>Tätigkeiten an Fahrzeugkomponenten oder</i></li>
<li class="p2"><i>Witterungsbedingungen.</i></li>
</ul>
<p class="p2">Die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen konzentrieren sich auf das Erreichen des Fahrzeugdachs und die Absturzgefahr. Dabei war neben vielen anderen Parametern unter anderem die statische Prüfung der Oberleitungen zu berücksichtigen. Diese hatte ergeben, dass der Fahrdraht allein nicht als sicherer Anschlagpunkt für ein Auffangsystem verwendet werden kann.</p>
<p class="p2">Berechnungen der SSB auf Basis der DGUV Information 201-056 und unter Berücksichtigung der vorliegenden Oberleitungsbauweise zeigen, dass an Oberleitungsanlagen die Rückhaltewirkung für ein Rückhaltesystem gegeben ist, soweit die Feldlängen kleiner als 50 Meter sind. So können die Teile der Oberleitungsanlage bei der SSB zum Sichern mit einem Rückhaltesystem genutzt werden.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Voraussetzungen für die Durchführung</span></h2>
<p class="p2">Vor dem Beginn der Arbeiten müssen in beiden Unternehmen einige insbesondere sichernde Maßnahmen getroffen werden:</p>
<ul>
<li class="p2"><i>Die Fahrleitungsanlage wird im betroffenen Bereich freigeschaltet.</i></li>
<li class="p2"><i>Anschließend wird die Anlage über den Rückleiter (Schiene) kurzgeschlossen und geerdet.</i></li>
<li class="p2"><i>Das Oberleitungsmontagefahrzeug (Hubsteiger oder Turmdrehwagen) wird parallel zum Schienenfahrzeug positioniert.</i></li>
<li class="p2"><i>Der Einsatzort der Fahrzeuge wird gegen Gefährdungen durch den Individual- und Bahnverkehr gesichert.</i></li>
<li class="p2"><i>Zudem wird geprüft, ob die Beschäftigten vor Ort mit den notwendigen Werkzeugen und der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ausgestattet sind.</i></li>
</ul>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Das Oberleitungsmontagefahrzeug wird parallel zum Schienenfahrzeug positioniert.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Nachdem die Fahrleitungsanlage freigeschaltet wurde, kann die Anlage über den Rückleiter kurzgeschlossen und geerdet werden.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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		<div class="wpb_wrapper">
			<h2 class="p3"><span class="s1">Das Vorgehen der SSB</span></h2>
<p class="p2">Wenn im Streckennetz der SSB eine Straßenbahn aufgrund eines defekten Stromabnehmers auf freier Strecke stehen bleibt, dann gibt es für die Arbeiten auf dem Fahrzeugdach inzwischen einen sicheren Prozess. Dabei kommt in Stuttgart ein Oberleitungsmontagefahrzeug zum Einsatz. Die Monteure nutzen zur Sicherung auf dem Fahrzeug ein Auffangsystem, bestehend aus Auffanggurt, Höhensicherungsgerät (HSG) mit Bandfalldämpfer und einer Bandschlinge mit integriertem Karabiner. Für das Rückhaltesystem wird zusätzlich ein Verbindungsmittel mit Bandfalldämpfer und Karabiner verwendet.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Auch die SSB nutzt ein Oberleitungsmontagefahrzeug, um Schäden auf dem Fahrzeugdach zu beheben.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Damit im Ernstfall alle Arbeitsschritte reibungslos ablaufen, müssen diese auch bei der SSB regelmäßig geübt werden. Nachdem der Einsatzleiter aus dem Bereich Fahrstrom die Arbeitsfreigabe für den Stromabnehmer- und Oberleitungsbereich erteilt hat, legen die Fahrleitungsmonteure Oliver Cicione und Julian Rühling ihre persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) an. Anschließend sichern sie sich an den Anschlagpunkten in der Arbeitsbühne des Oberleitungsmontagefahrzeugs.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Die Fahrleitungsmonteure der SSB legen im Korb des Oberleitungsmontagefahrzeugs ihre PSA gegen Absturz an.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Ihr Kollege Uwe Händgen, der das Montagefahrzeug bedient, fährt zunächst die Arbeitsbühne hoch und bringt diese so in Position, dass ein sicherer Überstieg auf die Stadtbahn erfolgen kann. Dazu positioniert er die Bühnentür direkt an der Dachkante des Stadtbahnwagens. Die zwei an den Anschlagpunkten gesicherten Fahrleitungsmonteure öffnen die Bühnentür und steigen auf das Fahrzeugdach über. Für die Dauer des Überstiegs deaktiviert Händgen die Funktionen der Arbeitsbühne.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Uwe Händgen bringt die Arbeitsbühne des Montagefahrzeugs so in Position, dass seine Kollegen sicher auf das Dach der Stadtbahn übersteigen können.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Nach dem Überstieg sichern sich Cicione und Rühling vorübergehend an der Oberleitung oder an einer vordefinierten, tragfähigen Fahrzeugkomponente. Dafür nutzen sie ein in der Länge vordefiniertes Verbindungsmittel mit integriertem Bandfalldämpfer. Das System fungiert hier als Rückhaltesystem, das verhindert, dass die Monteure bis zur Absturzkante gelangen können, während die Arbeitsbühne verschwenkt wird.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Nach dem Überstieg sichern sich Cicione und Rühling vorübergehend an der Oberleitung.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Vor dem Verschwenken lösen Cicione und Rühling die Verbindung zu den Anschlagpunkten der Arbeitsbühne, damit keine Verbindung zur Bühne besteht. Anschließend dreht Händgen die Arbeitsbühne um 90 Grad. Hierbei manövriert er deren lange Seite so nah wie möglich an die Absturzkante heran. Die Arbeitsbühne erfüllt nun mehrere Sicherheitsfunktionen: Zum einen bildet sie ein Geländer an der Absturzkante des Fahrzeugs, zum anderen fungiert sie nun auch wieder als Anschlagpunkt.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Die um 90 Grad gedrehte Arbeitsbühne bildet nun auch ein Geländer an der Absturzkante.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Nach der Positionierung deaktiviert Händgen die Bühnenfunktionen wieder und seine Kollegen sichern sich erneut an den Anschlagpunkten für das Auffangsystem an der Arbeitsbühne.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Nach der Positionierung sichern sich die Monteure wieder an den Anschlag­punkten an der Arbeits­bühne.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Nun trennen sie das Verbindungsmittel des Rückhaltesystems von der Oberleitungsanlage beziehungsweise vom Fahrzeug. Anschließend können sie ihre eigentliche Tätigkeit auf dem Fahrzeugdach aufnehmen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Sobald Cicione und Rühling wieder an der Arbeits­bühne gesichert sind, trennen sie die Verbindung zur Oberleitungsanlage und beginnen mit den Arbeiten auf dem Fahrzeugdach.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Für den Fall, dass die Arbeitsbühne während der Tätigkeiten umpositioniert werden muss, werden die Bühnenfunktionen nur nach Rücksprache zwischen den Fahrleitungsmonteuren und dem Bediener wieder aktiviert. In dem Fall stellen die Monteure die Arbeiten ein, sichern sich an der Oberleitung und lösen die Verbindung zur Arbeitsbühne. Nach erfolgter Tätigkeit auf dem Fahrzeugdach wird der oben genannte Ablauf in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt.</p>
<p class="p2">Im Falle einer Störung der Arbeitsbühnensteuerung des Oberleitungsmontagefahrzeugs ist der Einsatzleiter Fahrstrom vor Ort dafür qualifiziert, die Notsteuerung vom Boden aus zu bedienen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Das Vorgehen der BOGESTRA</span></h2>
<p class="p2">Die BOGESTRA hat festgelegt, dass für die Störungsbeseitigung auf Schienenfahrzeugdächern auf der Strecke stets ein Hubsteiger verwendet wird, um einen Beschäftigten der Werkstatt mittels Arbeitskorb auf das Fahrzeugdach zu heben. Das Besteigen des Dachs mit einer Leiter ist untersagt.</p>
<p class="p2">Zur Sicherung auf dem Fahrzeug wird bei der BOGESTRA ein Auffangsystem, bestehend aus Auffanggurt und Zwei-Punkt-Sicherungsgerät mit zwei Höhensicherungsgeräten (HSG), Bandfalldämpfern und Karabinern, genutzt. Für die Sicherung im Arbeitskorb wird zusätzlich eine Bandschlinge verwendet.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Zur Sicherung im Arbeitskorb kommt zusätzlich eine Bandschlinge zum Einsatz.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Die BOGESTRA hat entschieden, dass für den sicheren Prozess mindestens zwei Beschäftigte notwendig sind. Ebenso ist es wichtig, den Prozess regelmäßig zu trainieren. Oliver Wieskämper, Mitarbeiter für Fahrzeugbereitstellung und Streckenentstörung aus dem Bereich Fahrzeuginstandhaltung, und sein Kollege Tobias Spielmann, Oberleitungsmonteur aus dem Bereich Instandhaltung Infrastruktur, trainieren die Abläufe auf dem Betriebshof Engelsburg in Bochum. Dafür sichern sich beide zunächst mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA). Spielmann übernimmt die Steuerung des Arbeitskorbs und führt diesen so nah wie möglich an das Schienenfahrzeugdach heran.</p>
<p class="p2">Anschließend steigt sein Kollege Wieskämper vom Steiger auf das Fahrzeugdach über. Dabei bleibt er am Korb gesichert und schlägt sich zusätzlich an der Oberleitung an. Zur Sicherung sowohl im Korb als auch an der Oberleitung verwendet er dabei das Zwei-Punkt-Sicherungsgerät.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Nach dem Übersteigen auf das Fahrzeugdach bleibt Wieskämper am Korb gesichert. Zusätzlich schlägt er sich an der Oberleitung an.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Im Anschluss löst Wieskämper die Verbindung zum Anschlagpunkt im Arbeitskorb. Zu diesem Zeitpunkt verharrt der Instandhaltungsmonteur auf einem sicheren Standort, ohne Arbeiten auszuführen. Währenddessen hebt Kollege Spielmann den Arbeitskorb auf die Höhe und in die Nähe des Fahrdrahts. Dort oben schaltet er die Bedienung ab, sodass der Arbeitskorb nicht ungewollt in Bewegung gesetzt werden kann.</p>
<p class="p2">Unter ihm auf dem Fahrzeugdach schlägt sich Wieskämper nun wieder am Anschlagpunkt des Arbeitskorbs an. Dafür verwendet er eine Bandschlinge, die für die Führung über den Rand des Arbeitskorbs ausgelegt ist. Der Arbeitskorb dient so für die Tätigkeiten auf dem Fahrzeugdach als fester Anschlagpunkt oberhalb der Arbeitshöhe. Die Sicherung in der Oberleitung kann nun entfernt werden.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Nachdem der Arbeitskorb auf Höhe des Fahrdrahts positioniert ist, sichert sich Wieskämper wieder mit der Bandschlinge am Anschlagspunkt des Korbs.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Erst jetzt beginnt der Monteur gesichert mit den Instandsetzungsarbeiten auf dem Fahrzeugdach.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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		</figure>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Wenn die Sicherung von der Oberleitung entfernt wurde, beginnt der Monteur mit den Instandsetzungsarbeiten auf dem Fahrzeugdach.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p2">Nach Beendigung dieser Tätigkeiten erfolgt der Arbeitsprozess in umgekehrter Reihenfolge.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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			<div class="vc_single_image-wrapper   vc_box_border_grey"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="860" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/04/17.jpg" class="vc_single_image-img attachment-full" alt="" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/04/17.jpg 1280w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/04/17-300x202.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/04/17-1024x688.jpg 1024w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/04/17-768x516.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/04/17-1168x785.jpg 1168w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><em>Die Arbeit auf dem Fahrzeugdach endet damit, dass der Monteur wieder in den Arbeitskorb zurückkehrt.</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<h2 class="p3"><span class="s1">Fazit</span></h2>
<p class="p2">Diese dargestellten Vorgehensweisen beider Unternehmen bilden eine Möglichkeit für die sichere Störungsbeseitigung auf Fahrzeugdächern im Streckennetz. Bei der Auswahl des Vorgehens sind die vorhandenen Arbeitsmittel, Fahrzeuge und spezifischen Situationen vor Ort zu berücksichtigen. In jedem Fall sind die Mitarbeitenden jährlich zu unterweisen. Das Vorgehen muss regelmäßig geübt werden.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1689087410002"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
							<a style="text-decoration: none;color: #000;">
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				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblinks					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>DGUV Regel 112-198 „Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://publikationen.dguv.de"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a></span><span class="s2"><i> | Webcode: p112198</i></span></p>
<p class="p3"><i>DGUV Information 204-011 „Erste Hilfe &#8211; Notfallsituation: Hängetrauma&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://publikationen.dguv.de"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a></span><span class="s2"><i> | Webcode: p204011</i></span></p>
<p class="p3"><i>DGUV Information 208-019 „Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://publikationen.dguv.de"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a></span><span class="s2"><i> | Webcode: p208019</i></span></p>
<p class="p3"><i>DGUV Information 201-056 „Schutzmaßnahmen gegen Absturz auf Dächern – Planungsgrundlagen zur Auswahl von Absturzschutzsystemen auf Dächern&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://publikationen.dguv.de"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a></span><span class="s2"><i> | Webcode: p201056</i></span></p>
<p class="p3"><i>DGUV Information 203-019 „Arbeiten an Fahrleitungsanlagen&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://publikationen.dguv.de"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a></span><span class="s2"><i> | Webcode: p203019</i></span></p>
<p class="p3"><i>RSA 21 „Richtlinien zur verkehrsrechtlichen Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://rsa-online.com"><i>https://rsa-online.com</i></a></span><span class="s2"><i> | Suchwort: RSA 21</i></span></p>
<p class="p3"><i>Technische Regel für Arbeitsstätten, ASR A5.2 „Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr &#8211; Straßenbaustellen&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://baua.de"><i>https://baua.de</i></a></span><span class="s2"><i> | Suchwort: ASR A5.2</i></span></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/stoerungsbeseitigung-sicher-arbeiten-auf-strassenbahndaechern/">Störungsbeseitigung – Sicher arbeiten auf Straßenbahndächern</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Elektromobilität – Geeignete Flächen erforderlich</title>
		<link>https://oepnv-bahnen.de/elektromobilitaet-geeignete-flaechen-erforderlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 16:20:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oepnv-bahnen.de/?p=6196</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/elektromobilitaet-geeignete-flaechen-erforderlich/">Elektromobilität – Geeignete Flächen erforderlich</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><strong>Angesichts der Zunahme von Elektromobilität und einer wachsenden Zahl von Fahrzeugen mit Hochvoltantrieb wächst das Risiko von Bränden und Umweltschäden durch beschädigte Batterien deutlich. Sogenannte gesicherte Ruheflächen (oder Havarieflächen) sind hier das geeignete Mittel, um weitere Schäden zu vermeiden.</strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">M</span><span class="s1">it zunehmender Elektrifizierung wächst der Bedarf an geeigneten Havarieplätzen und Notfallkonzepten. Eine gesicherte Ruhefläche für Elektrobusse spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit auf Betriebshöfen von Verkehrsunternehmen. Eine der Hauptgefahren bei Elektrobussen sind unentdeckte Schäden an Hochvoltbatterien, die häufig nach Unfällen oder technischen Defekten auftreten. Diese Defekte können zu einer verzögerten Entzündung (thermischer Durchgehprozess) führen – manchmal erst Stunden oder Tage nach dem Schadensereignis. Ein gleichzeitiges Brandrisiko für Gebäude, Infrastruktur und Menschen erfordert daher, die betroffenen Fahrzeuge gezielt und risikominimiert abzustellen.</span></p>
<figure id="attachment_6190" aria-describedby="caption-attachment-6190" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6190 size-large" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-06-1024x688.jpg" alt="" width="1024" height="688" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-06-1024x688.jpg 1024w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-06-300x202.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-06-768x516.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-06-1168x785.jpg 1168w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-06.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-6190" class="wp-caption-text">Wie schnell sich Feuer in einem Busdepot ausbreiten kann, hat im September 2021 ein Großbrand in Stuttgart gezeigt: 23 Linienbusse der SSB brannten damals aus. Inzwischen ist ein Neubau im Gange, bei dem dezentrale, kleinere Einheiten mit verbessertem Brandschutz zentrale Planungen sind. Die etwa 160 Busse werden künftig in voneinander unabhängige Hallenmodule für 10 bis 15 Busse unterteilt. (Foto: SSB; Visualisierung: Büro Schlaich Bergermann Partner)</figcaption></figure>
<p class="p2"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6189 size-medium" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-05-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-05-300x202.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-05-1024x688.jpg 1024w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-05-768x516.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-05-1168x785.jpg 1168w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/OB-05.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p class="p2">Von Unfallversicherungsträgern wird der Begriff „gesicherte Ruhefläche“ verwendet. Als Standard in der Branche werden hingegen meist die Begriffe „Quarantänefläche“ oder „Havarie­fläche“ genutzt. Diese unterliegen derzeit keinen weiteren Regelungen zu Störfällen. Deshalb soll dieser Artikel einen differenzierten und praxisnahen Überblick zum Thema „Gesicherte Ruhefläche von Elektrobussen“ unter Berücksichtigung aktueller technischer, rechtlicher und organisatorischer Anforderungen sowie Erfahrungen aus Betrieb und Brandschutzmanagement bieten. Neben der VDV-Schrift 825 (Weblink auf Seite 6) gibt es momentan nur allgemeine Regeln zu diesem Thema. Jedoch sind insbesondere die Arbeitsstättenrichtlinien zu beachten.</p>
<h2 class="p3">Anforderungen an Standort und Gestaltung</h2>
<p class="p2">Der Havarieplatz muss im Freien angelegt werden, entfernt von Schutz- und Nutzflächen wie Trinkwasserzonen und öffentlichen Orten. Die Fläche muss flüssigkeitsundurchlässig gestaltet sein, da sowohl auslaufende Stoffe aus Akkus als auch kontaminiertes Löschwasser aufgefangen und kontrolliert entsorgt werden müssen. Eine Entwässerung darf nicht in Oberflächengewässer führen. Stattdessen müssen Auffang- und Ableitsysteme nach den gesetzlichen Vorgaben installiert werden. Die Fläche ist baulich gegen unbefugten Zutritt und Fremdbrandlast abzusichern, mit klarer Kennzeichnung und Zugangsschutz. Dieses ist allerdings auf Bestandsflächen derzeit nur schwer zu realisieren, da es durch Elektrobusse häufig zu einer Verdichtung des Fahrzeugbestands auf den Betriebshöfen kommt. Aber dennoch ist durch die Einführung der Elektromobilität auch hier ein Umdenken erforderlich, denn die Veränderungen der Technik müssen eine Anpassung der Infrastruktur zur Folge haben. In diesem Fall heißt das für Verkehrsunternehmen zwingend, dass größere und geeignete Flächen zur Verfügung gestellt werden müssen. Unbedingt erforderlich ist eine gesicherte Ruhefläche, die rund um die Uhr temperatur­überwacht ist.</p>
<h2 class="p3">Ausreichende Abstände</h2>
<p class="p2">Für abgestellte Elektrobusse ist ein Mindestabstand von zehn Metern zu Gebäuden, anderen Fahrzeugen und brennbaren Materialien vorgeschrieben. Bei mehreren Fahrzeugen empfiehlt sich eine Abtrennung in Brandabschnitte, um im Ernstfall eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Zufahrt muss für Feuerwehrfahrzeuge und Rettungskräfte problemlos möglich sein – einschließlich ausreichend großer Aufstellflächen für Lösch- und Rettungsfahrzeuge gemäß lokalen Feuerwehrmerkblättern. Die Löschwasserversorgung muss im unmittelbaren Umfeld mit einer Mindestleistung von 800 Litern pro Minute gewährleistet sein.</p>
<h2 class="p3">Automatischer Alarm</h2>
<p class="p2">Die Risiken lassen sich durch Videoüber­wachung und Wärmebildkameras minimieren, die auf eine ständig besetzte Leitstelle aufgeschaltet werden. Moderne Systeme erlauben direkte Überwachung von Zelltemperaturen und Zellspannungen über Schnittstellen zum Batteriemanagementsystem des Fahrzeugs. So können Frühwarnzeichen erkannt und eine automatisierte Alarmierung bei Gefahr aktiviert werden. Zusätzlich sind regelmäßige Sicht- und Funktionskontrollen vorzusehen. Ein solcher Platz ist nicht nur für Fahrzeuge mit vollelektrischem Antrieb wichtig. Bei multifunktionaler Nutzung eignet er sich zum Beispiel auch zum Ablassen von Wasserstoff aus den Tanks von H₂-Bussen und gegebenenfalls auch zur Untersuchung von Leckagen.</p>
<p class="p2">Eine wertvolle Hilfestellung findet sich auch in der VDV-Schrift 825 „Anforderungen an Betriebshöfe und Werkstätten beim Einsatz von Linienbussen mit sauberen und/oder emissionsfreien Antrieben“. Weitere Hilfestellungen sind auch im „Leitfaden Elektromobilität“ der VBG zu finden.</p>
<h2 class="p3"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6184 aligncenter" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/GK-OB.jpg" alt="" width="1280" height="860" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/GK-OB.jpg 1280w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/GK-OB-300x202.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/GK-OB-1024x688.jpg 1024w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/GK-OB-768x516.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2026/02/GK-OB-1168x785.jpg 1168w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></h2>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li class="p1"><span class="s1"><i>Eine Nutzung der Fläche als normale Abstellfläche ist zulässig, solange keine havarierten Fahrzeuge dort abgestellt werden müssen.</i></span></li>
<li class="p1"><span class="s1"><i>Ergänzend sollten Überwachungsmöglichkeiten eingerichtet werden, um Brände frühzeitig zu erkennen.</i></span></li>
<li class="p1"><span class="s1"><i>Zusätzliche bauliche Maßnahmen in Form von Brandschutzwänden können die Ausbreitung von Feuer vermeiden.</i></span></li>
<li class="p1"><span class="s1"><i>In der Nähe ist der Zugang zu einem Hydranten zu gewährleisten. </i></span></li>
<li class="p1"><span class="s1"><i>Untergrund mit nicht brennbaren und versiegelten Flächen zum Auffangen austretender Betriebsstoffe bzw. zur Rückhaltung kontaminierten Lösch- und Regenwassers ist erforderlich. </i></span></li>
</ul>
<h2 class="p3">Havariekonzept</h2>
<p class="p2"><span class="s2">Alle Beteiligten – Betreiber, Feuerwehr, Hersteller, Versicherer – sollten sich auf ein Havarie­konzept verständigen. Das Personal muss regelmäßig geschult werden, um Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Die Kennzeichnung der Fläche und der abgestellten Busse mit Daten zu Halter, Einsatznummer und Abholtermin ist wichtig für den organisatorischen Ablauf. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, wie der Betriebshof angebunden ist. Insbesondere ein oder zwei Not­aus­fahrten sollten vorhanden sein.</span></p>
<h2 class="p3">Brandabschnitte</h2>
<p class="p2">Praktische Beispiele aus deutschen Städten zeigen, dass die Trennung von Brandabschnitten durch Wände oder Abstand das Schadens­potenzial stark reduziert. Die Erfahrungen aus Busbränden unterstreichen, wie elementar die Planung eines ganzheitlichen Betriebshofmanagements ist. Neu- und Umbaumaßnahmen müssen immer im Kontext der E-Bus-Infrastruktur und der höheren Anforderungen an Brandschutz und Löschwassermanagement betrachtet werden. Grundsätzlich ist es ungünstig, auf größeren Betriebshöfen mehr als 20 Fahrzeuge in einem Brandabschnitt zusammenzufassen. Bei kleineren Höfen sollten es jeweils nicht mehr als 20 Prozent der Fahrzeugflotte sein. Dieses wird auch vermehrt von Schadensversicherern gefordert. Brandschutzkonzepte müssen immer individuell auf die örtlichen Gegebenheiten und die betrieblichen Abläufe abgestimmt sein.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1707334530944"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1714431798050"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1">Drei Fragen an den Experten</h2>
<h3 class="p1"><span class="s1"><i>Ist eine gesicherte Ruhefläche wirklich notwendig?</i></span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Ja, darauf kann nicht verzichtet werden. Insbesondere Fahrzeuge mit unklarem Batteriezustand nach Unfällen sind hier vorläufig abzustellen.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1"><i>Was aber, wenn kein Platz für eine gesicherte Ruhefläche vorhanden ist?</i></span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Es ist sicherlich schwierig, im Einzelfall eine geeignete Fläche zu finden, dennoch kann darauf nicht verzichtet werden. In jedem Falle ist ein Notfallkonzept nötig.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1"><i>Was ist beim Neubau zu beachten?</i></span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Vor allem sollte das Grundstück groß genug sein, um die gesicherte Ruhefläche mit einplanen zu können. Leider wird Verkehrsunternehmen nicht immer ein geeignetes Grundstück zur Verfügung gestellt.</span></p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2024/07/exp-1.png" alt="Dipl.-Ing. Holger Kähler, VBG, Prä­ven­tions­feld­koordinator ÖPNV/Bahnen" style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Dipl.-Ing. Holger Kähler</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">VBG, Prä­ven­tions­feld­koordinator ÖPNV/Bahnen</a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
								<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/plugins/mega-addons-for-visual-composer-pro/render/../images/none.png">
							</p>
						</div>
					</div>
					<div class="Clearfix"></div>
				</div>
			</div>			
		
		
		
		
		
		
				
		</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1714431994967 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
							<a style="text-decoration: none;color: #000;">
					<div class="mega_info_box_2  mega-info-box-493 nonesss nones  vc_custom_1770297704857">
				<div class="mega-info-header">
																<i class="fas fa-external-link-alt" aria-hidden="true" style="border: 0px solid ; border-radius: 0px; background: ; width: px; height: px; line-height: px; font-size: 25px; color: ;"></i>
									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblinks					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>VDV-Schrift 825 „Anforderungen an Betriebshöfe und Werkstätten </i><i>beim Einsatz von Linienbussen mit sauberen und/oder emissionsfreien Antrieben“<br />
</i><span class="s1"><a href="https://knowhow.vdv.de/documents/825/"><i>https://knowhow.vdv.de</i></a></span><span class="s1"><i><span class="Apple-converted-space"> | </span>Suchwort: VDV-Schrift 825</i></span></p>
<p class="p4"><i>VBG-Fachwissen „Elektromobilität – Arbeiten an Omnibussen mit Wasserstoff- oder Hochvoltsystemen“<br />
</i><span class="s2"><a href="https://vbg-spezial.de/hochvolt"><i>https://vbg-spezial.de/hochvolt</i></a></span></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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		</div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/elektromobilitaet-geeignete-flaechen-erforderlich/">Elektromobilität – Geeignete Flächen erforderlich</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Präsentismus – Gesunder Umgang mit Fehlzeiten</title>
		<link>https://oepnv-bahnen.de/praesentismus-gesunder-umgang-mit-fehlzeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2025 19:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oepnv-bahnen.de/?p=6136</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/praesentismus-gesunder-umgang-mit-fehlzeiten/">Präsentismus – Gesunder Umgang mit Fehlzeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p class="p1"><strong>Krank zur Arbeit zu gehen – trotz Erkältung, Schmerzen oder anderer Beschwerden –, wird als Präsentismus bezeichnet. Dieses Phänomen ist weitverbreitet: Laut der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2023 haben 54 Prozent der befragten Beschäftigten in Deutschland mindestens einmal krank gearbeitet. Präsentismus kann langfristig negative Folgen für die Gesundheit haben.</strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">I</span><span class="s2">n der Gesamttendenz sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten in den Unternehmen in Deutschland seit Jahren rückläufig. Das ist auf den ersten Blick eine erfreuliche Entwicklung, die viele Ursachen hat. So leisten zum Beispiel die bessere Gesundheitsversorgung, die Prävention sowie die zunehmende Verbreitung der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) einen wichtigen Beitrag zum betrieblichen Gesundheitsgeschehen.</span></p>
<p class="p2"><span class="s3">Doch Studien wie der jährlich erscheinende DAK-Gesundheitsreport zeigen: Beschäftigte sind heute nicht unbedingt gesünder – sie entscheiden sich nur häufiger dazu, trotz Krankheit zu arbeiten. Dabei arbeiten Beschäftigte häufiger trotz psychischer oder körperlicher Krankheitssymptome, entweder von zu Hause aus (virtueller Präsentismus) oder  vor  Ort, und ver­zichten dabei auf ausreichend Regenerationszeit.</span></p>
<h2 class="p3"><span class="s4">Gesundheitliche Folgen</span></h2>
<p class="p2">Ob Arbeiten trotz Krankheit möglich und ratsam ist, hängt stark von Art und Schwere der E<span class="s3">rkrankung sowie von den Anforderungen des Arbeitsplatzes ab. So können zum Beispiel Bürobeschäftigte trotz einer verletzungsbedingten leichten Gehbehinderung oft weiterarbeiten, während Beschäftigte im Fahrdienst oder in der Instandhaltung im Krankheitsfall pausieren müssen. Denn hier ist ein Weiterarbeiten nicht möglich, beziehungsweise es würde den Krankheitsverlauf verschlimmern. Außerdem steigt bei einer Teilnahme am Straßenverkehr das Unfallrisiko</span>.</p>
<p class="p4">Beschäftigte gehen am häufigsten weiter ihrer Tätigkeit nach bei:</p>
<ul>
<li class="p5"><i>Rückenschmerzen,</i></li>
<li class="p5"><i>Beschwerden aufgrund von Allergien,</i></li>
<li class="p5"><i>psychosomatischen oder psychischen Beschwerden,</i></li>
<li class="p5"><i>leichten Erkrankungen,</i></li>
<li class="p5"><i>Atemwegserkrankungen / ansteckenden Infekten sowie</i></li>
<li class="p5"><i>Verletzungen des Bewegungsapparats.</i></li>
</ul>
<h2 class="p3"><span class="s4">Arbeitsbezogene Folgen</span></h2>
<p class="p2"><span class="s4">Es liegt nahe, dass nicht nur die Gesundheit der Betroffenen leidet, sondern auch deren Leistungsfähigkeit. Im kranken Zustand wird nicht die volle Arbeitsleistung erbracht. Die Konzen­tration leidet und es kann schneller zu Fehlern und im schlimmsten Fall zu mehr Unfällen am Arbeitsplatz kommen. Das wiederum erhöht das Risiko für Produktivitätsverluste und betriebswirtschaftliche Schäden im Unternehmen. Auch die Qualität des Betriebsklimas wird durch Präsentismus gefährdet. Denn es entsteht unter Umständen der Eindruck, krank zur Arbeit zu gehen, sei akzeptabel oder gar erwünscht. Deshalb ist dieses Verhalten besonders problematisch bei Führungskräften, da sie gegenüber ihrem Team eine Vorbildfunktion haben. </span></p>
<h2 class="p3"><span class="s4">Vielfältige Ursachen</span></h2>
<p class="p4">Die nicht repräsentative Studie „Präsentismus in einer zunehmend mobilen Arbeitswelt“ (2022) der Techniker Krankenkasse hat nach Gründen gesucht, warum Beschäftigte krank arbeiten. Demnach sind es:</p>
<ul>
<li class="p6"><i>fehlende Vertretungsregeln,</i></li>
<li class="p6"><i>die Annahme, die Krankheit sei nicht ansteckend,</i></li>
<li class="p6"><i>der Wunsch, Kolleginnen und Kollegen nicht zur Last zu fallen,</i></li>
<li class="p6"><i>dringende Arbeiten oder Termine,</i></li>
<li class="p6"><i>der Spaß an der Arbeit,</i></li>
<li class="p6"><i>das Gefühl, unentbehrlich zu sein, sowie</i></li>
<li class="p6"><i>der Erfolgsdruck.</i></li>
</ul>
<h2 class="p3"><span class="s4">Arbeitsbedingungen im Fokus</span></h2>
<p class="p2">Bei dem Thema ist es wichtig, die Arbeitsbedingungen in den Blick zu nehmen, die zu Präsentismus beitragen. Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) haben ergeben, dass Beschäftigte mit häufigem Termin- und Leistungsdruck öfter im Krankheitsfall arbeiten als andere. Auch spielt eine geringe Personaldeckung eine den Präsentismus förderliche Rolle. Lange Arbeitszeiten, ein hohes Arbeitspensum und Schichtarbeit begünstigen ebenfalls Präsentismus. Hierbei steigt die Wahrscheinlichkeit, wenn Beschäftigte ihre Aufgaben nicht eigenständig delegieren können oder es keine klaren Vertretungsregelungen gibt beziehungsweise diese nicht bekannt sind. Präsentismus erscheint dann als nötige Bewältigungsstrategie, um die Arbeitsbelastung zu kompensieren.</p>
<p class="p2">Neuere Studien deuten zudem darauf hin, dass Beschäftigte, die häufig von zu Hause arbeiten, auch eher (virtuellen) Präsentismus zeigen. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Hürden, krank von zu Hause zu arbeiten, niedriger sind als im Büro – zum Beispiel durch den Wegfall von Pendelzeiten und das geringere Risiko, Kolleginnen und Kollegen anzustecken.</p>
<h2 class="p3"><span class="s4">Falsche Anreize </span></h2>
<p class="p2">Ein weiterer Einflussfaktor für Präsentismus stellen Anwesenheitsprämien dar. Hierbei setzen manche Unternehmen gezielt Anreize ein, um die Abwesenheitsquote zu senken. Doch laut Carola Falkenberg, Arbeitspsychologin der VBG, ist das kontraproduktiv: „Solche Anreize belohnen gesundheitsgefährdendes Verhalten. Beschäftigte merken, dass es Vorteile bringt, krank zu erscheinen – und Fehlzeiten werden stigmatisiert.“ So vermittelt eine Anwesenheitsprämie das Gefühl, dass Fehlzeiten unberechtigt sind und verharmlost werden. Zudem verschiebt sich der Fokus von qualitativ guter Arbeit hin zu bloßer Anwesenheit. Carola Falkenbergs Erfahrung nach tritt Präsentismus selten im ganzen Unternehmen auf, sondern meist in einzelnen Bereichen. Die Botschaft, die dadurch auch in anderen Abteilungen ankommt und die Unternehmenskultur entsprechend prägt, lautet: „Lieber krank arbeiten als genesen!“ Präsentismus wird so zusätzlich dort gefördert, wo er bislang noch nicht gelebt wurde.</p>
<h2 class="p3"><span class="s4">Allgemeine Praxistipps</span></h2>
<h3 class="p3"><span class="s4">Bewusstsein schaffen</span></h3>
<figure id="attachment_6132" aria-describedby="caption-attachment-6132" style="width: 450px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6132" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/10/ob-7.jpg" alt="" width="450" height="302" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/10/ob-7.jpg 1280w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/10/ob-7-300x202.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/10/ob-7-1024x688.jpg 1024w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/10/ob-7-768x516.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/10/ob-7-1168x785.jpg 1168w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6132" class="wp-caption-text">Eine zu hohe Arbeitsbelastung kann zu Präsentismus führen.</figcaption></figure>
<p class="p2">U<span class="s3">m zu einer sicherheits- und gesundheitsbewussten Unternehmenskultur zu gelangen, sollte ein gesunder Umgang mit Fehlzeiten im Unternehmen thematisiert und sichtbar gemacht werden. Hilfreich ist es zudem, das Thema Sicherheit und Gesundheit auf die Tagesordnung bei wiederkehrenden Meetings/Besprechungen zu setzen.</span></p>
<h3 class="p3"><span class="s4">Orientierung geben und krankheits­bedingte Ausfallzeiten einkalkulieren</span></h3>
<p class="p2">Über die Führungs- und Unternehmenskultur lässt sich ein Umfeld gestalten, in dem Krankheitstage als solche akzeptiert werden. Dazu sollte im Unternehmen offen kommuniziert werden, welches Verhalten im Krankheitsfall gewünscht und wie entsprechend zu verfahren ist. Wichtig ist zu betonen, dass diese Regelungen auch im Homeoffice gelten. Denn vielen Beschäftigten fällt es nicht leicht, zu entscheiden, wann sie krank genug sind für eine Krankmeldung. Ist eine kurzfristige Krankmeldung aufgrund von Schichtzeiten rechtzeitig möglich? Benötige ich zwingend eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung? <span class="s3">Bleibt die Arbeit im Krankheitsfall liegen, da es keine Vertretungsregelung gibt? Sind alle ausgelastet oder gibt es Personalengpässe, sodass die Vertretungsregelung nicht funktioniert? Stehen langfristig geplante Termine an? Sind nach der Krankheit Überstunden nötig, um die liegen gebliebenen Aufgaben aufzuarbeiten? Kann eine der Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, ist es wahrscheinlich, dass Beschäftigte auch krank zum Dienst erscheinen. Es gilt deshalb, die Arbeit so zu organisieren, dass Puffer für Ausfalltage eingeplant werden, Vertretungen geregelt sind und die vertretenden Personen die Aufgaben erfüllen können. </span></p>
<h3 class="p3"><span class="s4">Praxistipps für den Fahrbetrieb</span></h3>
<p class="p2">Wird ein Fahrer oder eine Fahrerin unerwartet akut krank, sollte klar festgelegt werden, dass unverzüglich ein Arzt aufgesucht wird. Wer sich etwa durch Fieber oder starke Schmerzen nicht mehr fahrtüchtig fühlt, sollte auch kein Fahrzeug mehr lenken. Die Einnahme von Schmerzmitteln und Fiebersenkern ist für Berufskraftfahrende häufig keine Option, einige Präparate beeinflussen die Fahrtüchtigkeit. Kommt es dann aufgrund verminderter Reaktionsfähigkeit zu einem Unfall, trifft den Fahrer oder die Fahrerin eine Mitschuld. Die Einnahme von Medikamenten sollte somit immer mit dem Arzt abgestimmt werden.</p>
<h3 class="p3"><span class="s4">Vorbildfunktion der Führungskraft</span></h3>
<p class="p2"><span class="s3">Führungskräfte gehen idealerweise mit gutem Beispiel voran und kommen nicht selbst krank zur Arbeit. Außerdem sollten sie wachsam für Präsentismus in ihrem Team sein und – falls nötig – vertrauliche, klärende Gespräche mit den jeweiligen Beschäftigten führen. Zudem ist es wichtig, dass sich erkrankte Beschäftigte komplett auf ihre Genesung konzentrieren können, um schnellstmöglich wieder einsatzfähig zu sein.</span></p>
<h3 class="p3"><span class="s4">Zusammenarbeit im Team gestalten</span></h3>
<p class="p2">Regelmäßige Gespräche über Arbeitsbelastung, klare Absprachen zu Vertretungen und die Priori­sierung von Aufgaben helfen, im Arbeitsteam Druck zu reduzieren und Präsentismus vorzubeugen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1707334530944"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1714431798050"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1">Drei Fragen an die Expertin</h2>
<h3 class="p2"><span class="s1"><i>Was treibt Beschäftigte an, im kranken Zustand zu arbeiten?</i></span></h3>
<p class="p3"><span class="s1">Das Arbeiten trotz Krankheit mag aus Sicht der Betroffenen sinnvoll erscheinen, etwa um dringende Aufgaben zu erledigen oder Kolleginnen und Kollegen nicht im Stich zu lassen. Doch langfristig kann ein solches Verhalten der Gesundheit schaden.</span></p>
<h3 class="p2"><span class="s1"><i>Welche gesundheitlichen Risiken werden durch Präsentismus verstärkt?</i></span></h3>
<p class="p3"><span class="s1">Bei einem schlechten Gesundheitszustand kann zum Beispiel das Risiko für Herz­erkrankungen, Depressionen, chronische Erschöpfung und Burn-out steigen.</span></p>
<h3 class="p2"><span class="s1"><i>Was können die Unternehmen tun, um dem Präsentismus zu begegnen?</i></span></h3>
<p class="p3"><span class="s1">Wichtig ist es, über Langzeitrisiken von Präsentismus aufzuklären und kritische Arbeitsbedingungen zu betrachten. Das fängt damit an, sich über hinderliche Faktoren auszutauschen und als Unternehmen in der Gefährdungsbeurteilung insbesondere auch die psychische Belastung in den Blick zu nehmen.</span></p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/10/ob-exp-1.jpg" alt="Carola Falkenberg, Arbeitspsychologin VBG Bezirksverwaltung Hamburg " style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Carola Falkenberg</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">Arbeitspsychologin VBG Bezirksverwaltung Hamburg </a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
								<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/plugins/mega-addons-for-visual-composer-pro/render/../images/none.png">
							</p>
						</div>
					</div>
					<div class="Clearfix"></div>
				</div>
			</div>			
		
		
		
		
		
		
				
		</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1714431994967 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
							<a style="text-decoration: none;color: #000;">
					<div class="mega_info_box_2  mega-info-box-475 nonesss nones  vc_custom_1761505351990">
				<div class="mega-info-header">
																<i class="fas fa-external-link-alt" aria-hidden="true" style="border: 0px solid ; border-radius: 0px; background: ; width: px; height: px; line-height: px; font-size: 25px; color: ;"></i>
									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblinks					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>BAuA: Bericht kompakt „Präsentismus und Absentismus – </i><i>Verbreitung und Zusammenhänge mit ausgewählten Arbeitsbedingungen“<br />
</i><span class="s1"><a href="https://tinyurl.com/baum-prae"><i>https://baua.de</i></a></span><span class="s2"> | Suchwort: Bericht kompakt Präsentismus</span></p>
<p class="p4"><i>Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung<br />
</i><a href="https://www.vbg.de/cms/arbeitsschutz/arbeitsschutz-organisieren/gefaehrdungsbeurteilung/gefaehrdungsbeurteilung-psychischer-belastung"><i>https://vbg.de</i></a> | Suchwort: Gefährdungsbeurteilung</p>
<p class="p4"><i>DGUV Information 203-030 „Umgang mit psychisch beeinträchtigten Beschäftigten – Handlungsleitfaden für Führungskräfte“<br />
</i><a href="https://publikationen.dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/3732/umgang-mit-psychisch-beeintraechtigten-beschaeftigten-handlungsleitfaden-fuer-fuehrungskraefte"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a> | Webcode: p206030</p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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			</item>
		<item>
		<title>Eisenbahnwerkstätten – Bauvorhaben gut geplant umsetzen</title>
		<link>https://oepnv-bahnen.de/eisenbahnwerkstaetten-bauvorhaben-gut-geplant-umsetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2025 16:47:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oepnv-bahnen.de/?p=6078</guid>

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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Die neue VDV-Schrift 827 wurde entwickelt, um als Entscheidungshilfe und Leitfaden für Bauherren zu dienen. Darüber hinaus ist sie als Informationsquelle für Unternehmens- und Betriebsleitungen sowie interessierte Dritte für Neu- und Umbauvorhaben von Instandhaltungswerkstätten für den Vollbahn-Regionalverkehr gedacht.</strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">E</span><span class="s1">isenbahnfahrzeuge müssen während ihrer gesamten Nutzungsdauer instand gehalten werden, um die Betriebssicherheit sowie ein gutes äußeres und inneres Erscheinungsbild zu gewährleisten. Die Grundlage bilden die geltenden gesetzlichen Vorschriften und technische Regelwerke. Aus diesen Vorgaben werden anschließend die Maßnahmen der Instandhaltung abgeleitet. Die entsprechenden Arbeiten werden überwiegend in den dafür ausgestatteten Werkstätten und Behandlungsanlagen durchgeführt.</span></p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Veränderte Rahmenbedingungen</span></h2>
<p class="p2"><span class="s3">Die neue Schrift 827 vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit dem Titel „Empfehlungen für die Gestaltung von Werkstätten für Fahrzeuge des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV)“ befasst sich mit den Werkstätten und Behandlungsanlagen für Eisenbahnfahrzeuge, die üblicherweise im SPNV eingesetzt werden. Ihre Inhalte behandeln vorrangig Werkstätten für Eisenbahnfahrzeuge in Regelspur (1.435 Millimeter), sie können gegebenenfalls aber auch für Fahrzeuge anderer Spurweiten Anwendung finden. Betriebsdienstgebäude werden in der Schrift nicht berücksichtigt und Abstellanlagen nur am Rande beschrieben.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Bedingungen des Markts, der Fahrzeugtechnik und der darauf abgestimmten Instandhaltungsverfahren sukzessive geändert, sodass eine Überarbeitung dieser Schrift geboten war. Die aus der ECM-Verordnung (Entity in Charge of Maintenance) resultierenden Anforderungen an organisatorische Schnittstellen, Prozesse und Aufgaben werden an den entsprechenden Stellen durch Hinweise auf Festlegungs- und Entscheidungsbedarfe der jeweiligen Partei berücksichtigt. </span></p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Sorgfältige Planung</span></h2>
<p class="p2">Die VDV-Schrift 827 ist als Informationsquelle für Unternehmens- beziehungsweise Betriebsleitungen und interessierte Dritte für Neu- und Umbauvorhaben von Instandhaltungswerkstätten für den Vollbahn-Regionalverkehr gedacht. Für die Planung von Eisenbahnanlagen und Werkstätten ist es unerlässlich, ein Planungsbüro mit entsprechender Erfahrung einzusetzen. Dieses muss die spezifischen Regelwerke der Bahntechnik, des Arbeitsschutzes und der Fabrikplanung kennen und die Anlagen entsprechend gestalten.</p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Prämissen und Entscheidungen</span></h2>
<p class="p2">Die in der Schrift enthaltenen Empfehlungen und Hinweise entbinden den Vorhabenträger nicht von der Verpflichtung, notwendige Prämissen zu definieren, strategische, unternehmerische sowie Bauherren-Entscheidungen zu Technologien und Ausführungsoptionen zu treffen. Diese sind die Eingangsgrößen für den Planungsprozess. Erst diese Entscheidungen führen zu kosteneffizienten Lösungen im Hinblick auf eine Verkehrsausschreibung oder den Instandhaltungsmarkt.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="text-align: center;"><strong>Das ECM-System ist ein europaweit vorgeschriebenes Instandhaltungsmanagement für Schienenfahrzeuge, das mit der EU-Verordnung (EU) 2019/779 geregelt ist. Es unterteilt die Verantwortlichkeiten der Instandhaltung in vier Funktionen:</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6068 aligncenter" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/8.jpg" alt="" width="1280" height="860" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/8.jpg 1280w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/8-300x202.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/8-1024x688.jpg 1024w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/8-768x516.jpg 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/8-1168x785.jpg 1168w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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		<div class="wpb_wrapper">
			<h2 class="p3"><span class="s2">Verweis auf technische Vorgaben</span></h2>
<p class="p2">Um die Schrift vom sich ständig weiterentwickelnden Regelwerk zu entkoppeln, enthält diese keine Angaben zu konkreten maßlichen Vorgaben für technische Ausführungen. Stattdessen verweisen die Autoren auf die jeweils aktuellen Fassungen der relevanten Regelwerke (Normen, Arbeitsschutz-Regelwerk etc.), in denen die entsprechenden Vorgaben zu finden sind.</p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Das Aufgabenspektrum</span></h2>
<p class="p2"><span class="s2">In dieser Schrift werden Regionalverkehrswerkstätten wie folgt definiert: Es handelt sich um Werkstätten, die auf Verkehrsverträge von mittlerer Laufzeit (circa 15 Jahre) ausgelegt sind und vom Aufgabenspektrum her das Portfolio eines betriebsnahen „ECM 4“ abdecken. Das Kürzel beschreibt die Werkstattfunktion im </span>sogenannten „ECM-System“ (siehe Infokasten) und steht für die operative Durchführung der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen nach festgelegten Standards und Verfahren. Dazu wurde die bisherige Schrift grundlegend überarbeitet. Denn insbesondere Aufgaben der klassisch schweren Fahrzeuginstandhaltung (Unfallinstandsetzung, Redesign, Komponenten-­Aufarbeitung) oder der Bereitstellung (Abstellen, Innenreinigen, Betanken) sind nicht mehr notwendigerweise in diesem Portfolio enthalten. Neu aufgenommen wurden Hinweise zur Gestaltung von Werkstätten für Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechniken.</p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Durchdachtes Gesamtsystem</span></h2>
<p class="p2"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6066" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/6.jpg" alt="" width="450" height="450" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/6.jpg 860w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/6-300x300.jpg 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/6-150x150.jpg 150w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/08/6-768x768.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" />Eine leistungs- und wettbewerbsfähige, marktkonforme und zukunftsfähige Werkstatt ist nicht aus verschiedenen Musterbeispielen zusammensetzbar. Ihre Infrastruktur stellt dabei lediglich den sichtbaren Teil eines prozessualen Gesamtsystems dar, nach dem die Gestaltung auszurichten ist. Sie ist das Ergebnis eines sorgfältigen und durchdachten Prozesses. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, unter den spezifischen Bedingungen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dies geschieht in einer streng hierarchischen Reihenfolge (strategisch, unternehmerisch, taktisch, technologisch und konstruktiv). Selbst bei hoher Entschlusskraft und klarem Willen des Bauherrn müssen zahlreiche schwierige Kompromisse eingegangen werden. In Ergänzung zu den oben genannten Überarbeitungen wurde in der vorliegenden Schriftfassung ein Schwerpunkt auf die notwendigen Vorgaben für die Planung, den Entscheidungsprozess und die Verdeutlichung des Systemgedankens gelegt. Diese sind die Grundlage für einen hochwertigen Planungsprozess und können allein dadurch ein hochwertiges Projekt­ergebnis sichern.</p>
<h2 class="p3"><span class="s4">Kontinuierliche Anpassung</span></h2>
<p class="p2"><span class="s5">Die Empfehlungen dieser Schrift basieren auf den momentan geltenden und mittelfristig absehbaren Entwicklungen im Regionalverkehrsmarkt. Dieser ist durch gesellschaftliche und technische Entwicklungen sowie die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen einer Änderungsdynamik unterworfen. Eine kontinuierliche Anpassung der Empfehlungen an diese Entwicklungen wird daher auch in Zukunft erforderlich sein.</span></p>
<p class="p2"><span class="s5">Bei der Durchführung von Arbeiten im mobilen Bereich sind weitere besondere Bestimmungen zu beachten. Bei einer Mehrzahl von Werkstätten ist es empfehlenswert, bestimmte, kapitalintensive Ausstattungen, die sich auf die technische Ausstattung beziehen, in einer Schwerpunktwerkstatt zu bündeln.</span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1707334530944"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1714431798050"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1"><i>Drei Fragen an den Experten</i></h2>
<h3 class="p1"><span class="s1"><i>Was ist bei der Planung von Werkstätten für den Schienen­personen­nahverkehr (SPNV) zu beachten?</i></span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Grundsätzlich beginnt es schon mit der Auswahl des Grundstücks. Benötigt werden ausreichend Platz und ein guter Anschluss an das Netz.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1"><i>Woran ist in der Werkstatt zu denken?</i></span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Die Arbeitsplätze sollten ergonomisch gestaltet sein. Dazu gehören rutsch­hemmende Böden, ausreichend breite Wege und gut sichtbare Markierungen, um Stolper- und Sturzgefahren zu mini­mieren. Werkstätten müssen über ein umfassendes Brandschutz­konzept inklusive klar ausgeschilderter Flucht- und Rettungswege verfügen.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1"><i>Woran ist noch zu denken?</i></span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Regelmäßige Unterweisung und Schulung: Beschäftigte müssen regel­mäßig im sicheren Umgang mit Maschinen, Gefahr­stoffen und Notfall­maßnahmen unterwiesen werden. Diese Unter­weisungen sind zu dokumentieren und an aktuelle Gefahren anzupassen. </span></p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2024/07/exp-1.png" alt="Dipl.-Ing. Holger Kähler VBG, Präventionsfeldkoordinator ÖPNV/Bahnen" style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Dipl.-Ing. Holger Kähler</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">VBG-Präventionsfeldkoordinator ÖPNV | Bahnen</a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
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							</p>
						</div>
					</div>
					<div class="Clearfix"></div>
				</div>
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		</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1714431994967 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
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				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblink					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>VDV-Schrift 827 „Empfehlungen für die Gestaltung von Werkstätten für Fahr</i><span class="s1"><i>zeuge des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV)“<br />
→ </i></span><a href="https://knowhow.vdv.de/documents/827/"><i>https://knowhow.vdv.de</i></a> | Suchwort: VDV-Schrift 827</p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/eisenbahnwerkstaetten-bauvorhaben-gut-geplant-umsetzen/">Eisenbahnwerkstätten – Bauvorhaben gut geplant umsetzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cannabis-Legalisierung – Auswirkungen für Verkehrsunternehmen</title>
		<link>https://oepnv-bahnen.de/cannabis-legalisierung-auswirkungen-fuer-verkehrsunternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 13:17:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oepnv-bahnen.de/?p=5989</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/cannabis-legalisierung-auswirkungen-fuer-verkehrsunternehmen/">Cannabis-Legalisierung – Auswirkungen für Verkehrsunternehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><strong>Cannabis wurde in Deutschland zum 1. April 2024 legalisiert. Das hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt im Allgemeinen und auf Verkehrsunternehmen im Besonderen. Was bedeutet die Legalisierung für diese Unternehmen?</strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">I</span><span class="s1">n Verkehrsunternehmen gibt es eine Vielzahl an Personal, das in sicherheitsrelevanten Bereichen arbeitet. Gerade im Fahrdienst, bei Arbeiten im Gleisbereich oder an Oberleitungen können auch Dritte gefährdet werden. Die Cannabis-Legalisierung hat deshalb gerade in diesen Unternehmen praktische Auswirkungen. </span></p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Eingeschränkte Tauglichkeit</span></h2>
<p class="p2">Die berauschende Wirkung von Cannabis hat Auswirkungen auf die Koordination, Konzentration und Reaktion, insbesondere bei Personen, die nur gelegentlich konsumieren. Dadurch ist die Tauglichkeit für bestimmte Tätigkeiten eingeschränkt. Das betrifft insbesondere die Fahreignung, aber auch Arbeiten im Gleisbereich oder auf Oberleitungsfahrzeugen. Deshalb ist hier im Besonderen darauf zu achten, dass diese Tätigkeiten nur ausführen darf, wer körperlich und geistig geeignet ist und von dem erwartet werden kann, dass auch gefährliche Situationen gut gemeistert werden können. Dies ist nach dem Konsum von Cannabis nicht der Fall.</p>
<p class="p2"><span class="s3">Dabei ist es irrelevant, ob diese Substanzen legal oder illegal sind. Auch ist es egal, warum Cannabis konsumiert wird. Cannabis kann die gleichen Wirkungen haben, wenn es als Medikament verordnet eingenommen wird. Hier wäre allerdings die Wirkung im Kontext der Gesamterkrankung durch den Betriebsarzt zu beurteilen.</span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1714431994967 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
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									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #458e01; font-size: px; line-height: 1;">
						Fünf Fakten zu Cannabis					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<ol>
<li class="p1"><em><span class="s1">Cannabis ist eine Nutz- und Arzneimittelpflanze. Die Pflanze und Produkte daraus nennt man umgangssprachlich oft Hanf, Haschisch, Marihuana, Gras oder Dope.</span></em></li>
<li class="p1"><em>Nutzbar sind Blätter, Blüten, Harz, Öl und Fasern der Stängel.</em></li>
<li class="p1"><em>Cannabis als Medizin gibt es zum Beispiel in Form von Tabletten, Tropfen, Mundspray und Ölen.</em></li>
<li><em>Der private Konsum geschieht meist durch Rauchen (Joint), Inhalieren (Wasserpfeife), Verdampfen, Trinken (Tee) oder Essen (Kekse).</em></li>
<li><em>Die Wirkung von Cannabis ist sehr unterschiedlich, sie kann von der eigenen Stimmung, der THC-Menge und der Art des Konsums abhängen. Die Effekte können sein: Panikattacken, Herzrasen oder Kreislaufkollaps. Cannabis-Konsum lässt sich noch Wochen später im Körper nachweisen.</em></li>
</ol>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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		<div class="wpb_wrapper">
			<h2 class="p3"><span class="s2">Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt</span></h2>
<p class="p2">Cannabis beeinflusst durch folgende mögliche Wirkungen die Fahrtüchtigkeit:</p>
<ul>
<li class="p5"><i>erhöhte Risikobereitschaft,</i></li>
<li class="p5"><i>Gleichgültigkeit gegenüber Gefahren,</i></li>
<li class="p5"><i>erhöhte Lichtempfindlichkeit,</i></li>
<li class="p5"><i>Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses,</i></li>
<li class="p5"><i>verlängerte Reaktionszeiten,</i></li>
<li class="p5"><i>Schläfrigkeit sowie</i></li>
<li class="p5"><i>Euphorisierung.</i></li>
</ul>
<p class="p2">Bei Alkohol gilt in allen Verkehrsbetrieben das Null-Promille-Gebot, auch wenn im Straßenverkehr 0,5 Promille erlaubt sind. Das gilt analog auch für Cannabis. <span class="s2">Das heißt, dass bei Dienstantritt keinerlei Auswirkungen mehr vorhanden/</span>nachweisbar sein dürfen. Das stellt die Unternehmen vor kaum zu bewältigende Proble­me, da der Abbau beziehungsweise die Ausscheidungswege komplex sind und es von Person zu Person individuelle Unterschiede gibt. Screening­-Untersuchungen im Urin oder Speichel sind nur aussagefähig, wenn nichts nachweisbar ist. Ergeben sich positive Befunde, sind für eine zuverlässige Beurteilung weitergehende Untersuchungen im Blut erforderlich.</p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Gefährdungsbeurteilung</span></h2>
<p class="p2"><span class="s3">Unabdingbar ist es, bei der Gefährdungsbeurteilung den Cannabis-Konsum als Gefährdungsfaktor zu berücksichtigen. Bei der Festlegung betrieb­licher Maßnahmen oder Regelungen ist zu berücksichtigen, welche Auswirkungen der Konsum hat und welche Gefährdungen sich daraus für die Konsumierenden, die anderen Beschäftigten und für die Kunden beziehungsweise Fahrgäste oder andere Personen ergeben. Gerade hinsichtlich der Fahrtauglichkeit sollte berücksichtigt werden, dass es keine gesicherte Dosis-Wirkung-Beziehung bei Cannabis gibt, was die Ableitung eines Werts für die absolute Fahr­untauglichkeit verhindert. Neben dieser verkehrsrechtlichen Bewertung ist wichtig zu wissen, ob die Beschäftigten zwischen Konsum und Fahren trennen können. Mangelt es an Bereitschaft oder Vermögen, ausreichend zu trennen, sind diese Personen nicht geeignet, ein Kraftfahrzeug für ein Verkehrsunternehmen zu führen, da sie eine potenzielle Gefahr für sich und andere im Straßenverkehr darstellen. Bei täglichem Konsum steht die Frage einer Sucht­erkrankung im Raum. Auch in diesem Fall ist die Fahrtauglichkeit infrage zu stellen. Wer täglich konsumiert, ist nicht geeignet für sicherheitsrelevante Tätigkeiten.</span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1714431994967 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
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				<div class="mega-info-header">
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														</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Wichtiges im Überblick					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<ul>
<li class="p1"><i>In allen Verkehrsbetrieben gilt ein Null-Toleranz-Gebot gegenüber Cannabis trotz des neuen Grenzwerts für den Straßenverkehr. Das trifft insbesondere für die Personenbeförderung zu.</i></li>
<li class="p1"><i>Das Cannabis-Gesetz verbietet nicht den Konsum auf dem Betriebsgelände oder an der Arbeitsstätte. Deswegen empfiehlt die VBG, den Konsum von berauschenden Mitteln am Arbeitsplatz durch eine Anweisung oder Betriebsvereinbarung zu untersagen.</i></li>
<li class="p1"><i>Da die Wirkung von Cannabis individuell sehr unterschiedlich ist, hilft bei Verdacht auf problematischen Konsum am besten ein vertrauliches Gespräch.</i></li>
<li class="p1"><i>Drogentests im Betrieb bei Beschäftigten sind grundsätzlich nur anlassbezogen möglich und müssen stets verhältnismäßig sein.</i></li>
<li class="p1"><i>Wer ein Fahrzeug führt, trägt für seine Fahrtüchtigkeit grundsätzlich selbst die Verantwortung.</i></li>
<li class="p1"><i>Sind Eignungsuntersuchungen vorgeschrieben, beurteilen die Untersuchenden, ob die Eignung trotz eines begrenzten Cannabis-Konsums gegeben ist.</i></li>
</ul>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<h2 class="p3"><span class="s2">Verbot von Drogen und Alkohol</span></h2>
<p class="p2">Das untermauert auch die DGUV Vorschrift 1 „Allgemeine Vorschriften“. Dort regelt Paragraf 15 Absatz 2, dass sich Versicherte durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen berauschenden Mitteln nicht in einen Zustand versetzen dürfen, durch den sie sich selbst oder andere gefährden können. Nach Absatz 3 gilt das auch für die Einnahme von Medikamenten.</p>
<p class="p2"><span class="s3">Daraus lässt sich ein Verbot von Alkohol- und Drogenkonsum zumindest für die Tätigkeiten herleiten, bei denen die Beschäftigten sich oder andere gefährden können. Dies dürfte fast alle Tätigkeiten in einem Verkehrsunternehmen betreffen.</span></p>
<h2 class="p3"><span class="s2">Aufklärung und Kommunikation</span></h2>
<p class="p2"><span class="s2">Wichtig sind Aufklärung und Kommunika­tion rund um das Thema. Dazu können Unterweisungen, Fahrerschulungen oder sonstige Dienstbesprechungen genutzt werden. Dabei sollte kommuniziert werden, dass analog zum betrieblichen Umgang mit Alkohol auch für Cannabis eine Null-Toleranz-Politik für sicherheitsrelevante Tätigkeiten besteht. Auswirkungen gerade des gelegentlichen Konsums auf die Fahrtauglichkeit sollten ebenso thematisiert werden wie sich daraus ergebende Verhaltensweisen, zum Beispiel Einhalten einer ausreichenden Zeitspanne zwischen Konsum und Arbeitsaufnahme. Unterstützung und Beratung können sich die Beschäftigten auch bei der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt holen. Diese werden das Thema zukünftig verstärkt bei der individuellen betriebsärztlichen Beratung im Rahmen der Eignungsuntersuchungen ansprechen.</span></p>
<h2 class="p3"><span class="s2"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6003 aligncenter" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/04/OB-10.png" alt="" width="1246" height="709" srcset="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/04/OB-10.png 1246w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/04/OB-10-300x171.png 300w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/04/OB-10-1024x583.png 1024w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/04/OB-10-768x437.png 768w, https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/04/OB-10-1168x665.png 1168w" sizes="auto, (max-width: 1246px) 100vw, 1246px" /></span></h2>
<h2 class="p3"><span class="s2">Betriebliche Vereinbarungen</span></h2>
<p class="p2"><span class="s2">Für ein rechtssicheres betriebliches Vorgehen empfiehlt sich eine Betriebsvereinbarung. Darin können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Betriebsrat/Personalrat die Erwartungen, betriebliche Regelungen, Vorgaben und Restriktionen sowie das Vorgehen bei möglichen Drogentests vereinbaren. Das gibt Sicherheit und verhindert in vielen Fällen Diskussionen und Streitereien zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern.</span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1707334530944"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1714431798050"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1"><span class="s1"><i>Zwei Fragen an den Experten</i></span></h2>
<h3 class="p1"><i>Welche Auswirkungen hat die Legalisierung von Cannabis für die Verkehrsunternehmen?</i></h3>
<p class="p2">Die Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ gilt unverändert für legale oder illegale Drogen und für Medikamente gleichermaßen. Dies hat sich durch die Legalisierung von Cannabis nicht verändert.</p>
<h3 class="p1"><i>Müssen die Unternehmen neue Regeln aufstellen?</i></h3>
<p class="p2">Nein. Der Wortlaut der innerbetrieblichen Regeln sollte lediglich überprüft werden.</p>
<h3 class="p1"><i>Wie können Sie als Betriebsärztin das Unternehmen unterstützen?</i></h3>
<p class="p2">Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können Unternehmen und Beschäftigte zum Umgang mit Cannabis im betrieblichen Kontext beraten beziehungsweise aufklären.</p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/uploads/2025/04/exp-2.png" alt="Dr. med. Michaela Steinbach Fachärztin für Arbeitsmedizin und Innere Medizin, Verkehrsmedizinische Begutachtung bei der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft" style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Dr. med. Michaela Steinbach</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">Fachärztin für Arbeitsmedizin und Innere Medizin, Verkehrsmedizinische Begutachtung bei der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft</a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
								<img decoding="async" src="https://oepnv-bahnen.de/wp-content/plugins/mega-addons-for-visual-composer-pro/render/../images/none.png">
							</p>
						</div>
					</div>
					<div class="Clearfix"></div>
				</div>
			</div>			
		
		
		
		
		
		
				
		</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1714431994967 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
							<a style="text-decoration: none;color: #000;">
					<div class="mega_info_box_2  mega-info-box-443 nonesss nones  vc_custom_1745582193902">
				<div class="mega-info-header">
																<i class="fas fa-external-link-alt" aria-hidden="true" style="border: 0px solid ; border-radius: 0px; background: ; width: px; height: px; line-height: px; font-size: 25px; color: ;"></i>
									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblink					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>Fachbereich AKTUELL (FBGIB-005) „Die Cannabislegalisierung und ihre </i><i>Bedeutung für die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Antworten auf häufige Fragen“<br />
</i><a href="https://tinyurl.com/ndj94yc6"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a> | Webcode: <i>p022629</i></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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		</div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://oepnv-bahnen.de/cannabis-legalisierung-auswirkungen-fuer-verkehrsunternehmen/">Cannabis-Legalisierung – Auswirkungen für Verkehrsunternehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://oepnv-bahnen.de">VBG Spezial</a>.</p>
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